zahlen.jpg
zahlen2.jpg
zahlen3.jpg

Eine starke Gemeinschaft seit 90 Jahren

 
90 Jahre, eine Mission: Erfolg für Raumausstatter und ihre Fachgeschäfte. Dafür steht SÜDBUND, der führende Einkaufsverband für Heimtextilien im deutschsprachigen Raum. Schon seit 1932 finden Raumausstatter hier Experten und Gleichgesinnte. Inzwischen vertrauen rund 590 Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe aus Deutschland, Österreich, Italien, Belgien, Luxemburg und der Schweiz der SÜDBUND eG.
 
 
DAS SÜDBUND-Erfolgsrezept
 
Die SÜDBUND eG ist eine Genossenschaft. Seit dem Tag ihrer Gründung stehen partnerschaftliches Handeln und die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen von Raumausstattern an erster Stelle. Neben diesen zeitlosen und starken Werten ist die Arbeitsweise von SÜDBUND – wie die einer jeden Genossenschaft – bis heute durch drei Prinzipien bestimmt: Nach dem Identitätsprinzip sind alle Mitglieder zugleich Eigentümer und Kunden von SÜDBUND. Gemäß dem Demokratieprinzip werden alle wichtigen Entscheidungen in der Mitgliederversammlung getroffen, jedes Mitglied hat eine Stimme. Mit ihrem Eintritt erwerben Mitglieder das Recht auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Förderung – das ist das Förderprinzip. Darüber hinaus bilden ein ausgeprägtes Wir-Gefühl und eine familiäre Atmosphäre das Fundament der nunmehr 90-jährigen Erfolgsgeschichte von SÜDBUND: 
 
Krieg und Krisen wurden überstanden, Herausforderungen der Textil- und Einrichtungsbranche gemeistert, Wirtschaftswachstum dankbar angenommen und technischer Fortschritt in das Geschäftsmodell integriert. In über 90 Jahren ist die Welt eine andere geworden. Währenddessen hat sich SÜDBUND weiterentwickelt, modernisiert und wechselnden Gegebenheit angepasst. Die Genossenschaft ist agil geblieben, zugleich hat sie ihren traditionellen Leit-Stern ins digitale Zeitalter mitgenommen: Ziel ist und bleibt nachhaltiges Wachstum – wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Das ist auch die Basis für die Gewinnung neuer Mitglieder und Kunden. Und inzwischen unterstützt SÜDBUND seine Mitglieder mit viel mehr als „nur“ besseren Einkaufskonditionen:
 

90 Jahre SÜDBUND – die Erfolgsgeschichte

 

1932 – 1942 Gemeinsam durch schwierige Zeiten

Im Jahr 1932 schließt sich eine Gruppe von Sattlern und Tapeziermeistern zusammen. Ihre Hoffnung ist es, gemeinsam Industriekunde zu werden und Preisvorteile im Einkauf zu erzielen. Es ist die Zeit der Weimarer Republik, die Menschen leiden unter den Auswirkungen einer massiven Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit. Das Vorhaben der Handwerker scheitert zunächst, doch die zukunftsweisende Idee ist geboren und wird weiterverfolgt: enger Zusammenschluss und gemeinschaftlicher Einkauf zum Zwecke besserer Konditionen. 14 Mitglieder gründen am 8. August 1932 in Stuttgart den „Süddeutschen Einkaufsbund für Dekorationsgeschäfte“. Die kommenden Jahre sind von der Machtübernahme und Diktatur der Nationalsozialisten überschattet. Während sich die wirtschaftliche Lage im „Dritten Reich“ zunächst stabilisiert, sieht sich der junge Verband den Anfeindungen von Großhändlern und Kollegen ausgesetzt. Doch SÜDBUND kann sich behaupten und ist ab 1935 in der Gewinnzone. Im Frühjahr und Herbst 1936 finden die ersten eigenen Messen statt, 1937 werden erste Eigenkollektionen geschaffen und 1939 zählt SÜDBUND bereits 46 Mitglieder.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 verschlechtert sich die Lage des Verbandes rapide: Lebensmittel, Rohstoffe und Textilien verknappen. Die Warenbeschaffung wird immer schwieriger, Umsätze und Erträge fallen, obwohl die Nachfrage so groß ist, wie nie zuvor.  

1942 – 1952 Wie Phoenix aus der Asche

Im Januar 1943 wird die erste SÜDBUND-Zentrale in der Stuttgarter Silberburgstraße bei einem Bombenangriff zerstört. Vorübergehend kommt man bei der „Landeslieferungsgenossenschaft für Tapezierer- und Sattlergewerbe“ in der Stuttgarter Reinsburgstraße unter, schließlich wird der Geschäftsbetrieb völlig eingestellt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 dauert es vier Jahre, bis die Mitglieder von SÜDBUND sich zusammenfinden. Erst im April 1949 findet wieder eine Generalversammlung statt, dem Verband gehören zu diesem Zeitpunkt noch 43 Mitglieder an. Der Neustart läuft sehr gut und noch im Herbst desselben Jahres veranstaltet man wieder eine Messe, die zum vollen Erfolg wird. Durch die wirtschaftlich angespannte Lage nach Kriegsende ergibt sich die Möglichkeit, neue Lieferanten zu gewinnen, die zuvor kein Interesse gezeigt hatten. SÜDBUND erweitert sein Sortiment und baut das Teppichgeschäft aus. 1954 wird der Artikel Linoleum ins Lieferprogramm aufgenommen.

1952– 1962 SÜDBUND im Wirtschaftswunder: Herausforderung und Chance

Die 1950er- und 1960er-Jahre sind vom wirtschaftlichen Aufschwung geprägt. 1955 beginnt SÜDBUND, das Thema Werbung gemeinschaftlich anzupacken und bezieht eine neue Zentrale in der Nikolausstraße in Stuttgart. Doch trotz des Wirtschaftswunders, von dem auch SÜDBUND profitiert, gilt es, neue Herausforderungen auf dem Markt zu meistern. Als „Alarmstufe höchsten Ausmaßes“ wird in der Generalversammlung des Jahres 1959 die Expansion der Kaufhäuser bezeichnet. Man rechnet damit, dass es spätestens fünf Jahre später in jedem Ort mit über 20.000 Einwohnern ein Kaufhaus geben wird. SÜDBUND und seine Mitgliedsunternehmen reagieren erfolgreich auf diese Entwicklung, indem sie Handwerksbetriebe vermehrt in der Kategorie Fachgeschäft positionieren. 

 

1962– 1972 Jahre der Bewährung

Während der VW-Käfer zum Symbol des westdeutschen Wohlstands wird, macht auch SÜDBUND große Schritte nach vorn: Auf einer Geschäftsreise werden Kontakte zu englischen Teppichherstellern geknüpft, 1963 zieht die Genossenschaft mit 30 Mitarbeitern nach Sechselberg um. Die Gemeinschaftswerbung wird intensiviert: SÜDBUND lässt für seine Mitglieder eine halbe Million Prospekte drucken, neue SÜDBUND-Leuchttransparente gehören inzwischen an jedes SÜDBUND-Geschäft.  

 

 

1972 – 1982 SÜDBUND auf klarem Erfolgskurs

Unter Willy Brandt als Bundeskanzler beginnt die BRD, sich an die Sowjetunion, die DDR und die benachbarten osteuropäischen Staaten anzunähern. Während der Ölpreiskrise steigen die Ölpreise zweimal stark an, mit negativen Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Dennoch geht es SÜDBUND gut und es gelingt, mit zahlreichen Neuzugängen in West- und Norddeutschland Fuß zu fassen. Was die Branche in diesen Jahren beunruhigt, ist der Preisverfall durch Sonderangebote und mangelndes Qualitätsbewusstsein der Endverbraucher. Gerade Teppichböden kommen immer weniger über den Fachhandel auf den Markt. Um das Kaufpotential der „Schnäppchenjäger“ und
„Selbermacher“ nicht ganz zu verlieren, gründet SÜDBUND 1975 als neue Selbstbedienungs-Vertriebsschiene den Zugreif-Teppich-Markt. Durch Direktimporte kann außerdem der Bereich Orient-Teppiche ausgebaut werden.

Für Mitglieder von SÜDBUND ergeben sich in den 1970er- und 1980-er Jahren weitere Vorteile: Die Dienstleistungssparte Versicherungen wird neu ins Programm aufgenommen und ständig erweitert.

Auch in Sachen Werbung geht es in großen Schritten voran. SÜDBUND erarbeitet ein Werbekonzept und stellt auf der Frühjahrsmesse von 1972 erstmals einen Verbraucherprospekt mit einer Auflage von 540.000 Stück vor. 1973 erreicht der erste Gardinenprospekt eine Auflage von über einer Million Stück. Die Endkundenwerbung wird mit Aktionen für bestimmte Produktgruppen und besondere Anlässe intensiviert. Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe können nun komplette Werbemittelpakete für ihr Marketing nutzen. Als wertvollstes Verkaufsinstrument erweist sich der farbige Streuprospekt. 1981 verstärkt SÜDBUND die Werbeaktivitäten und schaltet überregional Anzeigen in Frauen,- Wohn,- und Publikumszeitschriften.

Modische Bettwäsche wird neu ins Sortiment aufgenommen. Vier marktstarke Lieferanten machen mit einer Lagerkollektion, Probesortimenten und einer schlagkräftigen Werbeaktion den Anfang. 1977 entwickelt SÜDBUND die erste Tapeten-Karte, 1979 gibt es bereits sechs Eigenkollektionen in Papier-, Gras- und Textiltapeten.

 

1982– 1992 Meilensteine der Geschichte

Ein großes Ereignis prägt dieses Jahrzehnt: Die deutsche Wiedervereinigung unter Bundeskanzler Helmut Kohl im Jahr 1989/90. Mit dem 50-jährigen Betriebsjubiläum und der Errichtung einer neuen Zentrale in Backnang fallen auch zwei Meilensteine der Unternehmensgeschichte von SÜDBUND in diese Zeit. Die neuen Räumlichkeiten bieten mehr Platz für das ganze Team und Lagerfläche für die Eigenkollektionen, 1983 findet hier die erste Hausmesse statt. Ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft ist die Installation einer hausinternen Datenverarbeitung.

1990 entstehen erste Kontakte zu Raumausstattern in der DDR, SÜDBUND gewinnt dadurch 24 neue Mitglieder.

1985 startet erstmals die Aktion Sonnenschutz mit einem achtseitigen Farbprospekt in einer Auflage von 500.000. Mit der Kundenzeitschrift WOHNEN & mehr, einem zum damaligen Zeitpunkt in der Branche einzigartigen Werbemittel, verschafft SÜDBUND seinen Mitgliedern einen außergewöhnlichen Wettbewerbsvorteil. Die Märkte DECODOMUS und DECO-POINT ersetzten die Fachmarktschiene Zugreif-Markt. Im Rahmen der SÜDBUND-Konzeption 2000 entstehen die Konzepte für RAUM UND IDEE und RAUM UND DESIGN. Im gehobenen Bereich wird unter der Eigenmarke „Novella“ die erste Serie von neu konzipierten Exklusiv-Kollektionen für Mitglieder von SÜDBUND vorgestellt.

Fortsetzung der Geschichte folgt ...

1992– 2002 Ausbau der Kernkompetenzen

Die 1990er-Jahre stehen ganz im Zeichen des Aufbau Ost und der Gründung der europäischen Union im Jahr 1992. Die Ära Kohl geht zu Ende, 1998 wird Gerhard Schröder Bundeskanzler.

Bei SÜDBUND startet 1994 mit einem spektakulären Eröffnungsauftritt die Werbeoffensive für das Pilotprojekt „Mr. Bed – Der ausgeschlafene Bettenfachmarkt“.

Die e-Business-Lösung „SÜDBUND-Connect“ eröffnet im Jahr 2000 die Möglichkeit, sich via Internet jederzeit über Produkte, Preise, Lieferzeit etc. zu informieren und zu bestellen.

Zum Jahresanfang 2002 startet das von langer Hand vorbereitete bundesweite Netzwerk von SÜDBUND-Raumgestaltungsprofis mit dem Namen OBJEKTPROFI.

2002– 2012 SÜDBUND im Wandel

In den „Nullerjahren“ gewinnen die sozialen Medien immer mehr an Bedeutung. 2005 wird Angela Merkel Bundeskanzlerin, im Jahr 2006 ist Deutschland Gastgeber der Fußball-WM. Währenddessen befindet sich die Heimtextilbranche auf Talfahrt, eine harte Bewährungsprobe für Raumausstatter. SÜDBUND zieht alle Register, um seinen Mitgliedsunternehmen auch in dieser Situation die besten Zukunftsperspektiven zu erschließen: 

Die bisherigen SÜDBUND-Konzeptionen RAUM UND DESIGN, RAUM UND IDEE, DECODOMUS und DECO-POINT, werden durch das neu entwickelte Raum³-Konzept abgelöst.  

Um die Service-Leistungen für die Mitglieder zu erweitern, wird der SÜDBUND-Versicherungsdienst weiter ausgebaut. Umfangreichere Angebote für Gewerbeschutz, Altersvorsorge, KFZ-, Kranken-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen folgen. 

Einen weiteren Schwerpunkt legt SÜDBUND auf die Vernetzung der Mitglieder untereinander. Ab 2010 findet die SÜDBUND-Hausmesse unter dem neuen Namen Wohntage wieder zweimal jährlich statt. Im Mittelpunkt des neuen Konzepts steht die ganzheitliche Wohngestaltung. SÜDBUND öffnet die Türen auch für Besucher, die keine Mitglieder sind. 

In den Jahren 2009 und 2010 kommen die Kollektionen Exklusiv, Schönes Wohnen, Objekt, Divano und Bodenschätze über SÜDBUND neu auf den Markt. Zusätzlich zu den bisherigen Eigenkollektionen in den Warengruppen Deko-, Polster- und Objektstoffe sowie Bodenbeläge wird mit BETT & DESIGN eine weitere Warengruppe etabliert. 

2012 – 2022 Angekommen in der Gegenwart

Die Digitalisierung ist für SÜDBUND-Fachgeschäfte die große Herausforderung der Gegenwart: In Onlinemedien gesehen und gefunden zu werden, ist inzwischen für den langfristigen geschäftlichen Erfolg unabdingbar. Gerade kleinere Handwerksbetriebe haben die Chance, ihre Zielgruppe durch digitales Marketing kostengünstig auf sich aufmerksam zu machen. Genau hier hat SÜDBUND sein umfassendes Werbe-Angebot im Bereich digitales Marketing erheblich ausgeweitet. Von Websites über Google My Business, Google Ads, Google Analytics und Social Media bis hin zu Online-Seminaren: SÜDBUND berät zum Thema digitales Marketing und bietet entsprechende Angebote für den Einstieg in das Thema.

Durch das Internet hat sich auch der Preisdruck verschärft – weil Beratungs- und Serviceleistungen bei der Konkurrenz im Netz wegfallen und somit Produkte günstiger angeboten werden. Immer wichtiger im Sinne einer Alleinstellung sind für Fachgeschäfte daher die exklusiven SÜDBUND-Eigenkollektionen: Stoff-, Teppichboden-, Designboden- und Parkettwelten. 

Zwischen 2012 und 2022 entwickeln sich die SÜDBUND Wohntage zur wichtigsten Regionalmesse der Raumausstatter-Branche in Süddeutschland. Dank eines professionellen Hygienekonzepts können die Wohntage auch während der Corona-Pandemie jeweils im September 2020 und 2021 als Präsenzmesse stattfinden.  

Die vom Bundeskabinett beschlossene Wiedereinführung der Meisterpflicht für Raumausstatter führt in der Öffentlichkeit zu einer positiven Wahrnehmung und stärkt die Fachgeschäfte als interessanten Arbeitgeber. 

SÜDBUND erschließt das Thema Raumakustik als neues Geschäftsfeld und informiert Mitglieder systematisch darüber, wie sie dieses für sich nutzen können.

Während der Corona-Zeit bewährt sich das Modell der Genossenschaft ein weiteres Mal und zeigt, wie wichtig eine Gemeinschaft und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sind.